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Die Physiotherapie Brauns weiß was zu tun ist!

Unter CMD interpretiert man eine Vielzahl von Fehlfunktionen und Schmerzen, bei denen Strukturen des Schädels, der Kiefergelenke, der oberen HWS sowie des ventralen Halsbereichs betroffen sein können (Groß H. , 2009).
Aus anatomischer Sicht können nach H. von Piekartz vier Strukturbereiche betroffen sein, die sowohl bei der Diagnostik, als auch bei der Therapie berücksichtigt werden müssen: die kraniozervikale, kraniofaziale, kraniomandibuläre wie auch das kraniale Nervensystem (von Piekartz H., 2002).

Über die Ätiologie der CMD herrschen differenzierte Ansichten (Celar & Bantleon, 2004). An einer CMD leiden aktuell 44 bis 75 Prozent der Bevölkerung, davon sind ca. 25% symptomatisch, werden aber nicht therapeutisch betreut. Im Hinblick auf die Komplexität der Ursache, Prävalenz sowie zugrundeliegender Pathogenese ist die CMD von unterschiedlicher Symptomatik gekennzeichnet, zu denen Kopf-, Ohren-, Kiefergelenk-, sowie Gesichtsschmerzen zählen, darüber hinaus kann sich auch ein Tinnitus, als auch Schwindel zeigen (Smolenski, Bocker & Best, 2011). Infolgedessen stellt die craniomandibuläre Dysfunktion die häufigste Form des Gesichtsschmerzes dar (Knust, M; Piekartz H.J.M. von; Zalpour, C. 2007).

Infolge der beschriebenen Ergebnisse ist davon auszugehen, dass manuelle Therapie eine geeignete Form der Behandlungsmöglichkeiten ist, um Symptome bei CMD-Patienten zu reduzieren.

Da die craniomandibuläre Dysfunktion oftmals von einer sehr komplexen Ätiologie und Pathogenese charakterisiert ist, kommt es des häufigeren zu einer Chronifizierung des Krankheitsbildes, beziehungsweise der Symptomatik. Diesbezüglich bedarf es eines multimodalen Behandlungsansatzes, bestehend aus aktiven Bewegungs- sowie Koordinationsübungen, aber auch passive manualtherapeutische intra- wie auch extraorale Techniken.
Diese These bestätigt auch Vogel, welcher die Evidenz von kombinierter Physiotherapie und Low-Level- Laserbehandlungen anhand von 15 bestehenden RCT´s untersuchte (Vogel, 2012).

Um zu einem optimalen Behandlungsergebnis für den CMD-Patienten zu gelangen, sollte die interdisziplinäre Zusammenarbeit, als auch die Kommunikation zwischen Physiotherapeuten (Manualtherapeuten), Zahnärzten sowie auch Humanmedizinern verbessert werden.
Durch die Aufklärung und verbesserte Prophylaxe in Zahnarzt-, als auch Physiotherapieinstituten wird zukünftig das Patientenklientel aus einem größeren Anteil von CMD-Patienten bestehen.